Inhalative Sedierung

Warum wird VA nicht flächendeckend eingesetzt?


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Prof. Dr. med. Jörg Rathgeber

Jörg Rathgeber

Prof. Dr. med., Hamburg

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Warum werden volatile Anästhetika noch nicht flächendeckend eingesetzt?

Trotz aller Vorzüge werden volatile Anästhetika derzeit in der klinischen Routine auf der Intensivstation nur vergleichsweise selten eingesetzt. Gründe hierfür liegen in

  • der technisch schwierigen Applikation
  • und Elimination von Narkosegasen
  • sowie dem Monitoring,

die in der Vergangenheit den Einsatz von Narkosegeräten erfordern. Zudem erfordert der Einsatz volatiler Anästhetika eine spezielle Schulung der Mitarbeiter mit diesen Substanzen sowie den zugehörigen Gerätschaften.

Die Benutzung herkömmlicher Narkosegeräte auf einer Intensivstation stößt jedoch auf Widerstände beim Pflegepersonal sowie bei ärztlichen Mitarbeitern, die mit der Bedienung derartiger Geräte sowie der Wirkungsweise volatiler Anästhetika oft nicht vertraut sind. Zur Verunsicherung führt unter anderem, dass Narkosegeräte mit sog. Kreissystemen ausgestattet sind. Diese erlauben eine partielle oder komplette Rückatmung der Exspirationsluft nach CO2-Elimination mittels Atemkalk, wodurch die Atemwegswiderstände erhöht werden. Dadurch wird nicht nur die Triggerschwelle zur Auslösung des Spontanatemhubs bei maschinellem Assist erhöht: Spontanatmung – und damit auch die Entwöhnung des Patienten vom Respirator – wird durch die erhöhten Systemwiderstände deutlich erschwert. Dementsprechend verfügen selbst modernste Narkoserespiratoren nicht über Spontanatmungsmodi wie BIPAP (Biphasische positive Druckbeatmung), PAV (Proportional Assist Ventilation) oder ATC (Automatische Tubuskompensation), wie sie in der Intensivmedizin seit Jahren gängig sind. Atemkalk hat zudem noch weitere Nachteile.

Seine Kapazität erschöpft sich in Abhängigkeit zur Menge des anfallenden CO2, er muss daher mindestens einmal täglich gewechselt werden, um eine CO2-Retention zu verhindern. Weiterhin können in Verbindung mit volatilen Anästhetika unter bestimmten Voraussetzungen toxische Metaboliten entstehen (z.B. Compound A).

Auch raumlufttechnische Probleme erschweren den Einsatz von Narkosegeräten auf Intensivstationen, da diese in der Regel nicht mit Systemen zur Narkosegasabsaugung ausgestattet sind, wodurch der Einsatz von Narkosegeräten nur mit zusätzlichem apparativem Aufwand zur Absaugung der Exspirationsgase möglich ist.


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Was ist das ideale volatile Anästhetikum?

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Ist Sedierung eigentlich gleich Narkose?

Vom Prinzip ja. Dabei ist die Narkose nichts Anderes als eine tiefe Sedierung, bei der der Patient nicht mehr erweckbar ist. Das heißt, die Übergänge zwischen Sedierung und Narkose sind fließend…

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Kontraindikationen?

Die maligne Hyperthermie (MH) ist eine sehr seltene, lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung, die in der…

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Trotz aller Vorzüge werden volatile Anästhetika derzeit in der klinischen Routine auf der Intensivstation nur selten eingesetzt. Gründe hierfür liegen in der technisch schwierigen Applikation und Elimination von Narkosegasen…

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Aus dem Inhalt


Technische Voraussetzungen…

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Auswirkungen von VA auf andere Organe

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Bronchodilatation

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Vorteile im Überblick

Volatile Anästhetika besitzen extrem kurze kontextsensitive Halbwertszeiten.

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Links zum Thema

Linksammlung zum Thema "Inhalative Sedierung". Links zu Videos und weiteren Hintergrundinformationen.

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Welche Rolle spielt die Halbwertszeit der Substanzen

Zur Beurteilung der Wirksamkeit von Sedativa und Analgetika reicht es nicht aus, sich nur mit der Pharmakodynamik der Substanzen…

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Neuroprotektion

Erfolgreiche Einsätze bei therapierefraktärem Status epilepticus wurden beschrieben…

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Wandel der Konzepte zur Analgesie und Sedierung

Wurde noch in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts die tiefe Sedierung bei beatmeten Patienten bevorzugt, ermöglichen heute neue Therapieverfahren, Beatmungsgeräte und Medikamente die schnelle und kurzzeitige Angleichung der Sedierungs…

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